Bäder

Kaltes Wasser verwendet man außer zu einem kurzen Tauchbad am Morgen als Brausebad oder als Schwammbad. Danach trocknet man sich mit dem Handtuch nur oberflächlich ab und reibt sich mit den Händen vollends trocken. Dann reibt man sich mit einer Mischung von halb Oliven- oder Mandelöl und halb Zitronensaft und zuletzt noch mit Salzkognak ein; mit einem Handtuch kann man nachreiben.

Wer gesund und kräftig ist, mag diese Anwendung zweimal in der Woche nach einem heißen Bad vornehmen. Wer gegen irgendwelche Schwächen zu kämpfen hat, nimmt sie 3 Abende hintereinander, dann nur jeden zweiten Abend und nach dem neunten Male nochmals 3 Abende hintereinander vor und wiederholt die Behandlung jeden Monat. Noch ehe ein Jahr vergangen ist, wird die Schwäche behoben sein.

Ein heißes Bad des Abends, besonders bei naßkaltem Wetter, ist ebenso wohltuend wie leicht geheizte Räume; man gebe etwas Eukalyptusöl in das Bad. Hat man Schmerzen zu begegnen, deren Ursache man nicht erkennt, dann gibt man in das heiße Bad 3 Hände voll Soda und 1 Teelöffel Eukalyptusöl, bewegt sich 20 Minuten lebhaft im Wasser und läßt langsam heißeres Wasser zufließen, damit sich die Porentätigkeit belebt und der Blutlauf erfrischt. Teerschwefelseife erhöht die Wirkung des Bades. Nach dem Bade und leichtem Abtrocknen reibt man sich mit den Händen gründlich ab, bis sich die Haut samtweich und ölig anfühlt.

Vor einem Fasten und selbst wenn es nur ein Fasttag des Überganges wegen ist, nehme man in jedem Falle ein heißes Bad und gieße danach 1 Eßlöffel warmes Mandel- oder Olivenöl in den Darm ein, um der Natur behilflich zu sein, sich von Belastungen aller Art zu befreien.

Ein heißes Fußbad morgens und abends tut dem ganzen Körper in jedem Falle gut.