Kleidung

Feuchte Kleider und Räume verursachen leicht Frösteln, negatives Unbehagen, Fieber und Katarrh und bieten den Parasiten eine Brutstätte. Mit Eintritt der kalten und feuchten Tage und Nächte greifen dann viele zu schwererer Unterkleidung, die aber die Porenatmung und Ausdünstung der Haut beeinträchtigt, sodaß Magenbeschwerden, Erkältungen, Husten und schließlich Nervenleiden in Erscheinung treten. Für den Aufenthalt im Freien greift man deshalb einfach zu dickerer Oberkleidung, einem Mantel, einem Tuch, einem Umhang. Sogar Überschuhe sollten wir vermeiden, wenn wir nicht gerade stundenlang im Wasser oder auf nassem Boden zu stehen haben. In den Wohn- und Arbeitsräumen braucht man auch im Winter keine dickeren Kleider, wenn sie geheizt und behaglich warm sind. Wenn wir uns aber doch kalt fühlen in einem gut geheizten Raume, so ist die Lüftung ungenügend. Wir machen also schnell Durchzug und sobald sich die Luft erneuert und wieder erwärmt hat, spüren wir auch den Unterschied im ganzen Raume und fühlen uns wohlig, unabhängig von der Nähe des Ofens oder Wärmeapparates. Leichte Kleider in warmen und gut gelüfteten Räumen erleichtern auch die Denkarbeit, sodaß wir mehr und bessere Arbeit leisten und außerdem weniger nach Essen und Trinken verlangen. Schon der Kuhhalter weiß es, daß die Kühe in warmen, gut gelüfteten Ställen weniger Futter brauchen und mehr und bessere Milch geben, als unter weniger günstigen Verhältnissen.