Ernährung

Der August ist dazu da, daß man ausscheidet, und nicht dazu, daß man Fett ansetzt. Diesen Wink der Natur sollten wir beachten und daher alle schweren und fetten Speisen meiden, wie Butter, Öl, Sahne, vergorenen Käse, Eier, Nüsse, Süßigkeiten, Schokolade, Suppen, gekochte und andere mit Wasser zubereitete Speisen, wie Makkaroni und Spaghetti.

Dagegen ist Rohkost an der Tagesordnung und zur Ergänzung Gebackenes oder im eigenen Saft Gedünstetes. Am besten lebt man vollständig von ungekochter Nahrung, weil die Sonnenstrahlen jetzt alles viel besser zubereiten als der Herd. Außerdem ist Rohkost sparsamer und gesünder, weil man davon geringere Mengen braucht, mit denen die Verdauungsorgane leicht fertig werden. Bevorzuge alles, was der Markt deiner Gegend bietet und was du ohne weitere Zubereitung genießen kannst. Wenn du aber nicht weißt, wozu du greifen sollst, dann halte dich an Agar-Agar, Carageenmoos, schlüpfrige Ulmenrinde oder Leinsamentee und bleibe dabei, bis die Eingebung dir etwas anderes offenbart. Im allgemeinen nimmt man jetzt Obst zweimal täglich und Gemüse einmal.

Ein gutes Frühstück geben Pfirsiche mit Weizenflocken; weil man danach auch ohne Kaffee oder Tee der Tageshitze gewachsen ist; außerdem fördert das Tannin der Pfirsiche die Verdauung. Zu den anderen Mahlzeiten bevorzuge Buttermilch, Sauermilch und Zitronenmilch mit gebräuntem Mehl, Matzen und salzgetriebenem Brot und Obst oder gemischten Salat mit Toast und ab und zu 1 weichgekochtes Ei.

Alle Mahlzeiten, die aus Rohkost bestehen, gleichviel ob aus Gemüse oder Obst, beschließe man mit einer trockenen Brotkruste oder etwas Hartback, um Durchfall vorzubeugen. 1 Eßlöffel Maismehl heilt sogar Durchfall, den zu reichlicher Obstgenuß verursacht hat. Da rohe Gemüse und Früchte 60 bis 95 Prozent feinstdestilliertes Wasser enthalten, bedarf man daneben keiner Getränke.