Das Wunschkind
Innere Studien - Ehegeheimnisse

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Ist es nicht eigenartig, wieviele Menschen, die in ehelicher Verbindung leben, und obwohl sie in jeder Hinsicht gut verheiratet sind, nach ein paar Monaten eines glücklichen Daseins, nach einer kurzen Zeit des Glücks in der ehelichen Umarmung und Zuneigung zueinander, in ein Leben voller Missklang treiben?

 

Einige Auszüge aus dem Buch:

Vorbereitung und Zeugung

„Lern die Ordnung der Natur, Gottes Ordnung acht und ehr!“

Seht, so sollte es in der Ehe sein! Ein immer innigeres Verschmelzen der Seelen, ein Entfesseln der feineren Kräfte im Verkehr miteinander, während die Körper immer Distanz bewahren, um die Achtung vor der Individualität des anderen immer aufrechtzuerhalten. »Bei allem, was Erscheinung ist, muss die Distanz den zauberischen Reiz verleihen«.

So lernen Frau und Mann einander kennen in ihrer Eigenart und in der Eigenart der Geschlechter, und aus diesem Verstehen und gegenseitiger Achtung erwächst dann die reine Liebe, welche frei ist von Leidenschaft, also unvergänglich währt. Aus dieser Liebe heraus lernt man Opfer bringen, nicht die Frau allein, nein, beide lernen gerne entsagen zum Wohle des andern, und so werden sie reif zur Elternschaft, welche beiden Teilen Opfer auferlegt.

Diese Elternliebe setzt 3 Monate vor der Zeugung ein, wenn der Wunsch zur bewussten Mutterschaft genügend erwogen, der Entschluss gefasst, und beide Teile sich über den Zeitpunkt geeinigt haben. …

Geschlechtsbestimmung

Über das Geschlecht des zu zeugenden Kindes haben sich die Eltern zu verständigen und zu einigen, jedoch so, dass die Frau den Ausschlag gibt. Denn ihre Eingebung und ihr Herzensgefühl offenbaren es ihr, für welches Geschlecht ihr gegenwärtiger Zustand eine bessere Grundlage abgibt. Deshalb sollte der Mann die Frau nicht drängen und sie nicht aus ehrgeizigen Gründen für einen »Stammhalter« zu gewinnen suchen, wenn sie einem Mädchen den Vorzug geben möchte, das ja eine »Stamm-Mutter« werden kann. …

Die Schwangerschaft - Vorgeburtliche Erziehung

Alle Tugenden, alle Charaktereigenschaften legt die Mutter in das werdende Kind, ihre geheimsten Gedanken wird sie in ihm verkörpert finden. Sie beginnt die Erziehung des Kindes demnach in der Selbsterziehung, und diese wiederum nimmt, wie alles, ihren Anfang im Gedanken. …

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, während welcher sich der Embryo aus der mikroskopisch kleinen Keimzelle langsam entwickelt und für die intellektuelle Gruppe des Organismus mit Herz, Hirn und Lunge der Grund gelegt wird, ist der Frau viel Ruhe und Vorsicht in der Bewegung geboten. Tanzen, Berg und viel Treppensteigen, sowie schweres Heben und Tragen können, besonders bei Frauen mit zarter Konstitution, ein Verlieren der Frucht zur Folge haben. …

In den zweiten drei Monaten, während welcher sich aus dem mittleren Keimblatt das Urogenital und Drüsensystem entwickelt, darf die Mutter sich mehr Bewegungsfreiheit und viel Spaziergänge gönnen, und dementsprechend auch die Menge ihrer Nahrung etwas vergrößern. Aber allzuschwere, d.h. lange Verdauung erfordernde Nahrung ist zu vermeiden, da die Entwicklung des Nervensystems darunter leiden würde.

In diesen Monaten wird sich die Frau zumeist mit Fragen der Moral, Pädagogik, sowie der Religion und Philosophie, kurzum des ganzen Erziehungswesens, befassen, …

In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft entwickelt sich der Verdauungsapparat, der materielle Teil des Körpers. Die Natur hat es sehr weise eingerichtet, dass sie zuerst die allerfeinsten Teile sich entwickeln lässt, den allerschwierigsten Teil des Werkes »Mensch«, - zugleich diejenigen Teile, welche den wenigsten Platz erfordern. Erst in der letzten Periode entsteht das mehr „Voluminöse“. Entsprechend dieser Aufgabe muss die Mutter auch ihr Denken jetzt mehr aufs Materielle richten, damit in ihrem Kind alle Seiten vollkommen entwickelt sind, damit es nicht die große Zahl der einseitig entwickelten Wesen vermehre, und sie braucht jetzt auch umfangreichere Speisen, z.B. Kartoffeln, Breie, sowie etwas mehr Öl, Sahne, Butter.

Während in der ersten Periode der Schwangerschaft dem Atmen mit den oberen Lungenteilen und in der zweiten Periode dem Flankenatmen der Vorzug zu geben war, so sollte die Mutter jetzt vom Atmen mit den unteren Teilen der Lunge ausgiebigen Gebrauch machen. Dieses Atmen ist nicht zu verwechseln mit dem Bauchatmen im üblichen Sinn. …

Pflege des Neugeborenen

Was das Neugeborene in diesen ersten Tagen seines Erdenlebens braucht, ist Ruhe, Stille, Zurückgezogenheit in sein kleines Bereich der Wiege, wo es geschützt vor empfindlichen Ton und Lichtwirkungen sich erholen kann von der Anstrengung des »Geborenwerdens«. Des »Wohlgeborenwerdens«, sollten wir sagen. Heimisch bei sich und in seiner allernächsten Umgebung sollte es werden, ehe es in Berührung mit der Außenwelt tritt. …

Kapitel des Buches:

Intime Studien: Ehegeheimnisse, Natur-Gesetzmäßigkeiten, Sexualität, das Eheproblem, Sexualität, das philosophische Problem, Sexualität, das biologische Problem?, Die vollkommene Umarmung, Emanzipation.

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