6. Erzittern

Die Einatmungsübung bedeutet für das Gehirn das Gleiche wie die Ausatmungs-Übung für den Organismus. Sorgt man dafür, daß beim Ausatmen der Unterleib nach dem Sonnengeflecht zu, nicht nach dem Nabel zu, zusammengezogen wird, dann wird uns das Vibrieren, das Tremolo. Ohne daß die Nerven zusammengezogen werden und der Atem gehalten wird, ist das nicht möglich.
Das Tremolo, das Vibrieren geht uns alle an, weil wir dadurch unserer Sache bewußter werden. 2% der Menschen sind schon von Natur so angelegt, daß sie sich während ihrer Atemzüge einer inneren Bewegung bewußt sind. Die so Veranlagten wurden besonders leicht von den Shakers angezogen. Diese organisierten sich als eine nach etwas Höherem trachtende Gemeinschaft, die das "Zittern", das Durchschütteln des Körpers, übten, weil sie bei ihrem Beten so ein leichtes Säuseln überkam.
Dadurch wurden die Shakers frei in ihrer Gesinnung und hielten sich frei von irgendeinem Glaubensbekenntnis. Hätten sie ihre natürliche Anlage wissenschaftlich entfaltet und ausgebeutet, dann regierten sie heute die ganze Welt. Aber sie waren es sich zufrieden, sich beim Singen und Beten zu "erzittern" und sich die Bibel frei nach Gutdünken auszulegen. Die neue Generation aber greift schon den Vegetarismus auf. Soviel ist jedenfalls sicher, daß sie durch ihre besondere Atmungsweise ihr Gedankenwesen unmittelbar beeinflußt haben.

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