Die drei Grundatemübungen

 

Die verlängerte Ausatmung

üben wir alle drei Stunden, bzw. wenn wir Ermüdungserscheinungen verspüren, indem wir einen Spruch, ein Gedicht oder ein Gebet von der Länge des "Vaterunser" in einer Ausatmung sprechen. Diese Übung machen wir mindestens dreimal, wenn notwendig, fünfundvierzigmal oder öfter hintereinander.
Je länger wir ausatmen und dabei die Brustwand gleich einer unbeweglichen Mauer hoch- und festsetzen, umso mehr entledigen wir uns der Kohlensäure und Versäuerung und umso gelassener werden wir.


Die Airyama- oder Einatmungsübung

wenden wir an, wenn wir uns nicht ausreichend auf unsere geistige Arbeit konzentrieren können, oder wenn wir unsere schlummernden Fähigkeiten und Talente wecken und anwenden möchten. Dazu entspannen wir alle Muskeln, heben die Brust hoch und halten sie in dieser Stellung, legen die Zunge flach auf den Mundboden und die Zungenspitze an die untere Zahnreihe und richten die Augen auf einen matten Punkt in Augenhöhe. Nun atmen wir voll ein, bis es nicht weiter geht, halten den Atem und stauen ihn für 20 bis 30 Sekunden oder länger, atmen anschließend aus, bis die Lungen vollständig entleert sind. Sofort im Anschluß daran wiederholen wir diese Übung noch drei- bis fünfmal und verlängern jedesmal die Stauung. Wir machen diese Übung aber nie unmittelbar nach einer Mahlzeit.


Die Yima- oder Ausatmungsübung

wenden wir an, wenn wir uns befreien wollen von allerlei Unbehagen, Schmerz, Krankheit. Konsequent angewendet ist sie das schnellste Mittel, um unseren Blutkreislauf anzuregen und zu normalisieren. Dazu entspannen wir alle Muskeln, heben die Brust hoch und halten sie in dieser Stellung, legen die Zunge flach auf den Mundboden und die Zungenspitze an die untere Zahnreihe und richten die Augen auf einen matten Punkt in Augenhöhe. Nun atmen wir aus und entleeren die Lungen, bis es nicht weiter geht. Dann enthalten wir uns des Atmens für 20 bis 30 Sekunden oder länger und atmen anschließend tief aufschluchzend wieder ein. Sofort im Anschluß daran wiederholen wir diese Übung noch drei- bis fünfmal und verlängern jedesmal die Atementhaltung. Wir verstärken die Wirkung der Übung noch, indem wir bei der Ausatmung und während der Atementhaltung den Bauch einziehen.


Über die unmittelbare Wirksamkeit dieser kleinen Übungen brauchen wir kein Wort verlieren, keine Debatte oder Diskussion führen, sondern nur den Beweis antreten durch einfaches Tun.
Der Erfolg ist uns sicher.
Wieviel könnten wir alle im Leben erreichen, wenn wir die vielen müßigen Minuten nutzten mit bewußtem Atmen, und unsere brachliegenden Fähigkeiten entwickeln!

 

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